Winners Take All: The Elite Charade of Changing the World

Habe soeben dieses Buch zuende gehört. Es beschreibt die Denkweise der Reichen, wenn diese ihren Reichtum für die Gesellschaft einsetzen. Häufig werden durch diese guten Taten nämlich nur die Symptome abgemildert, welche auf der anderen Seite durch die Erfolgreichen Unternehmen erst geschaffen werden: Ausbeutung von Natur und Mensch. Die Wurzeln der Probleme, welche oft in den Methoden des Gewinnmaximieren liegen, werden nicht angefasst.

Weiterhin werden die guten Taten verwendet, um ein Branding besser aufzubauen und um Steuererleichterungen zu erreichen.

Das Buch beschreibt aktuelle Beraterfirmen und Kongresse, auf denen sich die Hilfsbereiten treffen und wie es dort vor sich geht. Interessant beschrieben.

Das Buch geht auch auf die These ein, dass die Reichen mit Ihrem Erfolg durchaus die Lebenssituation von vielen Verbessern. Die Frage steht im Raum, ob es denn nicht auch anders ginge.

"Do well and do good" ist das Mantra, tue Gutes und sei gut darin. Ob das aber das Beste ist, was eine Gesellschaft insgesamt voranbringt? Für eine bessere Gesellschaft ist es vielleicht gut, nicht nur zu investieren, was man übrig hat, sondern auch auf Gewinne zu verzichten, wenn diese "zu viel Kosten". Nicht im Sinne von Geld, sondern eher ökologische und moralische Kosten.

Ich finde es gut, darüber mal nachzudenken.

Viele Grüße,
Tom